Kleiner Pilotenschein für Drohnen uLFZ (UAV): Vorbereitungskurs zur Luftrecht-Prüfung bei AUSTRO CONTROL

Immer mehr Menschen machen die Fliegerei mit diesen kleinen, leichten Fluggeräten zu ihrem Hobby.
Doch Vorsicht: Auch für Drohnen gelten die Luftverkehrsregeln und gesetzliche Vorschriften. Es sind die Luftverkehrsregeln zu beachten, welche bestimmte Betriebsbeschränkungen für Flugmodelle und unbemannte Luftfahrzeuge vorsehen.


Das Drohnen-Gesetz soll die gewerbliche Nutzung einschränken und die missbräuchliche Verwendung von Drohnen verhindern.
Als Drohnen werden unbemannte, flugfähige Geräte (UAV= Unmanned Aerial Vehicle)) verstanden, unabhängig davon, ob sie über Bordmittel für Bild- oder Tonaufnahmen verfügen.
Diese Regelung gilt auch für selbst gebastelte oder gekaufte fernsteuerbare Flugmodelle. Der Begriff "Drohne" kommt als Definition im Gesetzestext nicht vor.

Als "Privatbetrieb" wird der Einsatz von Drohnen nun nur noch klassifiziert, wenn ihre Flüge keinem gewerblichen Zweck dienen.
Außer auf Modellflugplätzen dürfen sie nur in einem maximalen Umkreis von 500 Metern bei Sichtkontakt zur steuernden Person eingesetzt werden, nachgewiesene Kenntnisse in Luftrecht sind unabdingbare Voraussetzung.

  • Eine Prüfung zum Nachweis der Luftrechtkenntnisse kann bei AUSTRO CONTROL abgelegt werden.

Wir bieten hierzu einen professionellen Luftrechtvorbereitungskurs vor Ihrer Prüfung an.

  • Die praktische Prüfung gemäß uLFZ Piloten-Praxisnachweis Klasse 1  C und D  kann ebenfalls auf unserem Flugbetriebsgelände abgenommen werden. Siehe unter Drohnenprüfflug

Das Gesetz  unterscheidet nach §§ 24 e,f und g drei verschiedene Kategorien:

  • Herkömmliche zivile Flugmodelle,
    wie sie etwa von Modellbauern als Hobby in ihrer Freizeit gebaut werden, sind ausschließlich für den privaten Gebrauch vorgesehen.
    Diese Flugmodelle dürfen lediglich in einem Umkreis von 500 Meter bis zu einer maximalen Höhe von 150m über Grund betrieben werden. Von dieser Regelung sind jedoch Modellflugplätze ausgenommen.


    Bei gewerblichen Zwecken wird zwischen zwei Klassen unterschieden. 
     
  • Klasse 1
    Solange zwischen steuernder Person und dem Fluggerät Sichtkontakt besteht, gilt Klasse 1.
  • Klasse 2 
    Pilotenschein bei Einsatz ohne Sichtkontakt erforderlich

    Bei Flügen ohne Sichtkontakt, ist der Drohnen-Lenker zusätzlich zum Besitz eines Pilotenscheins und einer Bestätigung der Luftfahrtüchtigkeit verpflichtet.
    Begründet wird dies damit, dass Kenntnis der Luftverkehrsregeln gegeben sein muss.

    Meldepflicht vor Aufnahmen

    Beim nicht privaten Betrieb von Drohnen der Klassen 1 und 2 verpflichten sich Betreiber wie Piloten am Boden zur Wahrung „überwiegend schutzwürdiger Geheimhaltungsinteressen" von Betroffenen gemäß Datenschutzgesetz. Dies gilt insbesondere für alle Formen von Foto- und Filmaufzeichnungen, die mit solchen zivilen Drohnen gemacht werden.
    Schon vor den Aufnahmen muss verpflichtend eine Meldung an die Datenschutzkommission erfolgen.

    Die Art des Fluges entscheidet

    Bewilligungen für Flüge mit Drohnen sind immer dann notwendig, wenn sie nicht ausschließlich „zum Zwecke des Fluges selbst“ durchgeführt werden..


    Sobald eine Drohne mit einer Kamera oder einem Fotoapparat ausgerüstet ist und damit Aufnahmen getätigt werden, liegt eine Bewilligungspflicht vor. Das gilt auch für rein private Zwecke auf eigenem Grundstück für Fotoaufnahmen aus der Luft.

Bei den Bewilligungen werden die Drohnen in drei Kategorien eingeteilt:

  • Betriebsmasse bis fünf kg (inklusive Kamera und Sprit),
  • ​bis einschließlich 25 kg und
  • über 25 kp bis einschließlich 150 kg.

Eine Einteilung gibt es auch für das Einsatzgebiet. Hier wird unterschieden zwischen

  • ​„unbebaut“,
  • „unbesiedelt“,
  • „besiedelt“ und
  • „dicht besiedelt“.

    Generell ist davon auszugehen, dass ab Mitführen einer Kamera zum Zwecke der Fotografie oder für Videoaufnahmen Gebühren an AUSTRO CONTROL fällig werden.
    Je schwerer eine Drohne ist und je dichter der Einsatzort besiedelt ist, desto umfangreicher werden die Vorschriften für eine Bewilligung durch AUSTRO CONTROL.

Tipps für den sicheren Drohnenflug

Prinzipiell gilt:

  • Das Fluggebiet sorgfältig wählen!
  • Vorsicht beim Filmen!
  • Keine Gefährdung von Personen und Sachen!

§ - ​LUFTRECHTVORBEREITUNGSKURSE FÜR FOTOGRAFEN UND KAMERALEUTE

Theoriebuch Drohnen in ÖsterreichDie MOTORFLUGUNION bietet  im Flugausbildungszentrum Wien 2-tägige Kurse für Fotografen und Kameraleute, Landvermessung, Feuerwehr, Polizei und Rettung unter Beachtung von EU- und nationalem Luftfahrtrecht wie folgt an:

UAV-Normen, ICAO, Rechtsquellen und ihre Verbindlichkeit, Gesetze, Verordnungen (Nationales Recht),
LFG (Luftfahrzeuge), LFG (Modell und UAV), LVR-ZZLV (UAV Luftfahrtgerät, Kompatibilität), SERA (Kompatibilitätsmodus), Haftung von Drohenbetreibern und Piloten, SERA Allgemein, SERA VFR-IFR, Signale (Kompabilitätsmodus), Part-FCL Mindestalter, Rechte, Muster- und Klassenberechtigung, Med. Tauglichkeit, mitzuführende Dokumente, Anforderungen, Prüfungen, Luftfahrtgesetz LFG, bezughabende Luftverkehrsregeln LVR, Grundsätze der Freiheit des Luftraums

Luftfahrzeuge: Geräte, Flugmodelle, Drohnen; Definitionen, Unbemannte Luftfahrzeuge LFG §§ 24 f,g, Halter und Verwendung im Flug LFG §§ 12-13, Luftfahrzeuge Quellenübersicht, Zulassung und ​Verwendung von Luftfahzeugen und -gerät, Verwendungsbescheinigung, Eintragungsschein, Lufttüchtigkeitszeugnis, Überprüfung der Lufttüchtigkeit, Lärmzeugnis, Aeroplane Flight Manual AFM, BetriebsbewilligungMangelnde Voraussetzungen für Verwendung im Flug § 45 ZLLV 2006, operationelle Einschränkungen, Zuständigkeiten,
LVR Publications, AIS, AIP, AIC, NOTAM, weitere Informationsquellen
LFG Flugsicherung ANS, LVR, ZNV, AIZ, ICAO Annex 11, Flugverkehrsdienste ATS, Flugverkehrskontrollstellen, ACC Sektorisierung und LAUs, Aufgaben und Ausübung des Kontrolldienstes, Staffelung, Anordnungen
LFG Luftraumorganisation und Luftraumklassen § 7a,
Zivile und militärisch reservierte Bereiche, Erprobungsbereiche LVR Anhang G, Übungsbereiche, Luftraumbeschränkungsgebiete, 8militärische) Gefahrengebiete
Einhaltung der Luftverkehrsregeln, Aufgaben und Verantwortung des PIC, Flugvorbereitung
Meldepflichten § 136 LFG, Zentrale Meldestelle,  Meldung von Ereignissen § 6 ZMV
Abwerfen von Sachen § 133 LFG, Definitionen und Beispiele (Unfälle, Schwere Störungen und Ereignisse u.a. ZNV, Flugunfall gem. Art. 2 EU-VO 996/1010, Untersuchungsbefugnisse § 11 UUG (BGBl. I. Nr. 40/2012)
Eingriff in Rechte von Personen
Luftfahrtbehörden LFG und besondere Verfahrensvorschriften, Zuständigkeiten BMLV, AUSTRO CONTROL; Landeshauptmann, BH oder Magistrat; BVB § 169 Abs. 5 und 6, Aufsicht §§ 141 und 141 a, Strafbestimmungen § 169 LFG Sicherungsmaßnahmen § 171 LFG,
Haftung, Voraussetzungen der Haftung, Schadensfälle, Drittschaden, Versicherungen gemäß LFG
LVR: Luftverkehrsregeln, Geltungsbereich, Definitionen, Modellflüge § 129 LFG, § 3 LVR, Maximalflughöhen von Drohnen, Vorrang
Sichtflugregeln, Wetterbedingungen, Beschränkungen, Navigationsarten ZLLV 2006 - § 2 Abs. 6
Instandhaltungserfordernisse, Luftfahrttechnische Hinweise LTBTH 67,
Offene Rechtsfragen wie Fernmelderecht, Datenschutz, Privatsphäre und Zivilrecht u.a.

Im Vortrag sind die Kursunterlagen beinhaltet.

Nächster 2-tägiger Kurs auf Anfrage, Voranmeldungen erwünscht


Bei dringenden Rückfragen stehen wir Ihnen gerne via Kontaktformular oder telefonisch zur Verfügung.