AEROBATICS - Aerobatics Rating / Kunstflugberechtigung
Flugvorführungen an Flugtagen ohne Kunstflug sind wie eine Suppe ohne Salz. Zehntausende Fans erfreuen sich an atemberaubenden Vorführungen. Kunstflug ist aber nicht nur Show. 

Kunstflug ist die Königsklasse des Fliegens - und sie ist mit entsprechendem Training erlernbar. Gerade das Luft-Turnen und das Beherrschen der Maschine ist eine Disziplin, die viele Piloten und Pilotinnen mit Hingabe üben. Vielleicht sind gerade Sie besonders talentiert und wollen es gerne wissen. Wir trainieren Sie bis zur Wettbewerbsreife! Melden Sie sich doch einfach bei uns, damit wir das Nähere besprechen können. 

Am Anfang der Ausbildung steht vor allem das Beherrschen des Flugzeuges in allen, auch unüblichen Fluglagen. Wer sein Flugzeug aus allen Fluglagen zu retablieren weiß, der wird im Falle eines Falles auch richtig reagieren. Wettkampfkunstflug ist zwar trainingsaufwändig, wird aber immer beliebter.

Folgende Unterlagen müssen bei Ausbildungsbeginn vorgelegt werden:

  • eine einfache Kopie der derzeitig gültigen Fluglizenz, zumindest PPL(A)
  • gültiges Medical

Empfohlene Voraussetzung zur Teilnahme an der Kunstflugausbildung: 50 Stunden als PIC

Gesetzliches Erfordernis:

  • Teilnahme am Theoriekurs 5 Stunden
  • Praktische Ausbildung am Gerät 5 Stunden
  • Die praktische Kunstflugprüfung mit Examiner

Informationen zur theoretischen Ausbildung:

Kursunterlage: „Das freie Fliegen am absoluten Limit“, Autor und Copyright: G. Z. HOLDOSI

Theorieausbildung

Wir unterrichten Sie in einem Zeitraum von mindestens fünf Stunden zu folgenden Themen:

  • Rechtliche Bedingungen
  • Zulässigkeit 
  • Einverständniserklärungen 
  • Kunstflugräume 
  • Verfahren
  • Antrag Kunstflugboxen 
  • Flugverkehrsfreigabe für kontrollierten Luftraum (§69)
  • Einweisung in das Flughandbuch 
  • Gefahrenzustände
  • Einweisung in das Rettungssystem (Haubennotabwurf, Fallschirm und dessen Notwendigkeit, Packbestimmungen für Fallschirme)
  • Ernährung vor körperlich belastenden Flügen, körperliche Voraussetzungen beim Kunstflug
  • Menschliche Belastbarkeit - Einwirken von G-Kräften und körperliches Gegenwirken
  • Gefahren durch Medikamente, Alkohol und Drogen
  • Kunstflugfiguren, Aresti-System
  • Sauberkeit im Flugzeug
  • Sicherheitsmindesthöhe
  • Rettungsmannöver
  • Beenden von unkontrollierten Fluglagen

Bodeneinweisung

Die Bodeneinweisungen beinhalten die eingehende Einweisung mit dem Ausbildungsflugzeug, die Erläuterung der Flug-Übungen (Steuertechnik, Aerodynamik, Besonderheiten der Aufmerksamkeitsverteilung, die Luftraumbeobachtung u.s.w.), die Einschätzung der Wetterbedingungen, die Wiederholung der Sicherheitsvorschriften, den Funkverkehr, den erforderlichen Flugraum (Kunstflugbox) sowie die Einweisung in die Handhabung des Rettungsfallschirms.

Insbesondere trainieren wir Sie vorsorglich auch für den Notfall beim Kunstflug:

  • Das Verlassen des Flugzeuges mit einem Kunstflugfallschirm
  • Richtiges Auslösen des Fallschirms und Verhalten bei der Fallschirm-Landung
     

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung besteht aus mindestens 5 Flugstunden. Folgende Kunstflugfiguren werden mit unserer FUJI FA200/180 geflogen:

  • slow flights and stalls
  • steep turns
  • side slips
  • engine restart in-flight (if applicable)
  • spins and recovery
  • recovery from spiral dives
  • recovery from unusual attitudes
  • Chandelle
  • Lazy Eight
  • rolls
  • loops
  • inverted flight
  • Hammerhead turn
  • Immelmann
  • Prüfungsvorbereitung (Programmflüge) 

    Hier können Sie einen Schüler bei einem Ausbildungsflug beobachten.

Prüfung 

MOTORFLUGUNION KLOSTERNEUBURG: So wird Ihre Kunstflug-Prüfung aussehenDie praktische Prüfung zum Erwerb der Kunstflugberechtigung erfolgt am Ende der Ausbildung unbürokratisch durch einen unserer EASA - lizenzierten Examiner.

Nach ZLPV § 22 (3) sind diese Figuren in zwei Prüfungsflügen vorzuführen, die vom Abflug bis zur Landung nicht länger als je 15 Minuten dauern dürfen.
Vor Beginn der Prüfungsflüge hat der Bewerber dem Prüfer (§ 13 Abs. 3) ein schriftliches Programm der Prüfungsflüge auszuhändigen. Jede Abweichung von diesem Programm macht den betreffenden Flug ungültig. Jeder Flug ist mit einem Gleitflug aus mindestens 300 m Höhe über Platz und einer Ziellandung abzuschließen. Dabei ist ein Seitengleitflug nach links und ein Seitengleitflug nach rechts auszuführen.

 

Prüfungsprogramm gemäß ZLPV2006 § 22 1. Flug, 2. Flug 
Abschnitt 1 – Flugplanung / Flugvorbereitung 

a) Flugvorbereitung einschließlich Dokumentation und Flugwetterberatung 
b) Prüfungsprogramm in Aresti – Symbolik 
b) Berechnung von Masse, Schwerpunktlage und Flugleistung 
c) Vorflugkontrolle des Flugzeuges insbesondere im Hinblick auf Kunstflug (Fallschirme, Notausstieg, Cockpit, Steuerung, ...) 
 
Abschnitt 2 – Anflug und Landeverfahren 

a) Landeanflug ohne Motorhilfe 
b) Seitengleitflug 
c) Aufsetzen und Durchstarten 

Abschnitt 3 - Kunstflug 

Das Prüfungsprogramm ist in 2 Durchgängen, je einmal links und einmal rechts zu absolvieren. Es müssen mindestens die angeführten Übungen (a-e) darin enthalten sein. 
Die Übungen (e) und (f) können entweder vor Beginn des Programms bzw. im Anschluss daran erfolgen. 
 
Beispielprogramm: 
a) 2 Überschläge aus der Horizontalfluglage nach oben (Loop) 
b) 2 halbe Überschläge nach oben mit anschließender halber Rolle nach rechts und nach links (Aufschwung / Immelmann) 
    2 hochgezogene Kehrtkurven nach links und nach rechts (Turn / Hammerhead) 
c) 2 Rollen nach links und nach rechts 
d) 2 halbe Rollen nach links und nach rechts in einem Steigflug von ungefähr 45 Grad mit anschließendem Abschwung (Abschwung / Reverse Cuban Eight) 
e) Trudeln mit mindestens drei Umdrehungen nach links und nach rechts – kann auch unmittelbar vor oder im Anschluss an das geflogene Programm erfolgen. 
 f) Ein Rückenflug von wenigstens 15 Sekunden Dauer, wenn ein geeignetes Flugzeug vorhanden ist

Für unsere englischsprachigen Schüler:
AMC1 FCL.800 Aerobatic rating THEORETICAL KNOWLEDGE AND FLYING TRAINING


(a) The aim of the aerobatic training is to qualify licence holders to perform aerobatic manoeuvres.
(b) The ATO should issue a certificate of satisfactory completion of the instruction to licence endorsement.
(c) Theoretical knowledge The theoretical knowledge syllabus should cover the revision or explanation of: (1) human factors and body limitation: (i) spatial disorientation; (ii) airsickness; (iii) body stress and G-forces, positive and negative; (iv) effects of grey- and blackouts. (2) technical subjects: (i) legislation affecting aerobatic flying to include environmental and noise subjects; (ii) principles of aerodynamics to include slow flight, stalls and spins, flat and inverted; (iii) general airframe and engine limitations (if applicable). (3) limitations applicable to the specific aircraft category (and type): (i) air speed limitations (aeroplane, helicopter, TMG and sailplane, as applicable); (ii) symmetric load factors (type-related, as applicable); (iii) rolling Gs (type-related, as applicable). (4) aerobatic manoeuvres and recovery: (i) entry parameters; (ii) planning systems and sequencing of manoeuvres; (iii) rolling manoeuvres; (iv) looping manoeuvres; (v) combination manoeuvres; (vi) entry and recovery from developed spins, flat, accelerated and inverted. (5) emergency procedures: (i) recovery from unusual attitudes; (ii) drills to include the use of parachutes (if worn) and aircraft abandonment. Page 263 of 562 Annex to ED Decision 2011/016/R Page 264 of 562 (d) Flying training The exercises of the aerobatic flying training syllabus should be repeated as necessary until the applicant achieves a safe and competent standard. Having completed the flight training, the student pilot should be able to perform a solo flight containing a sequence of aerobatic manoeuvres. The dual training and the supervised solo training flights should be tailored to the category of aircraft and limited to the permitted manoeuvres of that type of aircraft. The exercises should comprise at least the following practical training items: (1) confidence manoeuvres and recoveries: (i) slow flights and stalls; (ii) steep turns; (iii) side slips; (iv) engine restart in-flight (if applicable); (v) spins and recovery; (vi) recovery from spiral dives; (vii) recovery from unusual attitudes. (2) aerobatic manoeuvres: (i) Chandelle; (ii) Lazy Eight; (iii) rolls; (iv) loops; (v) inverted flight; (vi) Hammerhead turn; (vii) Immelmann. 


Kunstflug-Schnupperflug mit den RED EAGLES 

Wir veranstalten gerne mit Ihnen auch einen Kunstflug-Schnupperflug - also für Interessierte, die schon immer wissen wollten, was Sache ist. Sie werden begeistert sein.
In unserem Archiv finden Sie zwei Filme, die den Spaß beim Kunstflug dokumentieren.


Bei dringenden Rückfragen stehen wir Ihnen gerne via Kontaktformular oder telefonisch zur Verfügung.