
Wer einen Airbus, eine Boeing oder andere Großflugzeuge im Rahmen einer Fluglinie beruflich fliegen möchte, benötigt hierzu einen ATPL (Airline Transport Pilot Licence).
Die Linienverkehrspilotenlizenz ist die höchste Stufe der Pilotenausbildung.
Endziel der Ausbildung für Verkehrspiloten ist die Befähigung, als verantwortlicher Pilot (Pilot in Command = PIC) auf Flugzeugen aller Größenordnungen ohne jede Einschränkung tätig werden zu können. Hierzu muss der Pilot, neben der ATPL-Ausbildung eine bestimmte Flugerfahrung nachweisen, die in JAR-FCL 1.280 näher definiert wird.
Nach Abschluss der ATPL-Ausbildung erhält der Bewerber zunächst einen frozen ATP, d.h. einen CPL(A)/IR mit ATPL-Privilegien, der dazu berechtigt als Co-Pilot auf Verkehrsflugzeugen zu arbeiten. Darüber hinaus kann der ATPL uneingeschränkt als PPL-A, CPL(A) und IR genutzt werden.
Wer die ATPL-Erlaubnis als Kapitän auf Verkehrsflugzeugen nutzen will, muss wenigstens 1500 Flugstunden, davon 500 Std. auf multi-pilot aircraft nachweisen. Einzelheiten ergeben sich aus JAR-FCL 1.280.
NACHWEIS DER BILDUNGSMÄSSIGEN VORAUSSETZUNGEN GEMÄSS JAR/FCL 1.285 (Anhang 1)
Wer einen ATPL erwerben will, muss vor Beginn der theoretischen Ausbildung den Nachweis ausreichender Kenntnisse in Englisch, Mathematik und Physik erbringen.
Anerkannt wird:
- ein Gutachten von einem anerkannten Sachverständigen
- ein bestandener DLR-Test
- ein Maturazeugnis in Verbindung mit dem Nachweis, dass die geforderten Fächer mindestens 3 Jahre belegt wurden
- in anderen Fällen muss der Ausbildungsleiter der Flugschule das Vorwissen überprüfen
DIE THEORETISCHE AUSBILDUNG umfasst folgende Sachgebiete: 
- Luftrecht
- Flugzeugkunde
- Elektrotechnik
- Triebwerke
- Instrumente
- Masse und Schwerpunkt
- Flugleistung
- Flugplanung
- Menschliches Leistungsvermögen
- Meteorologie
- Allgemeine Navigation
- Funknavigation
- Flugbetriebsverfahren
- Aerodynamik
- Flugfunk
DURCHSCHNITTLICHE DAUER DER THEORIEAUSBILDUNG
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ohne Vorkenntnisse |
ab CPL oder IR |
ab CPL mit IR |
Mindestlaufzeit |
32 Wochen |
25 Wochen |
18 Wochen |
Höchstlaufzeit |
18 Monate |
18 Monate |
18 Monate |
+ 85 Stunden Nahunterricht (Prüfungsvorbereitung)oder
im Vollzeitunterricht 650 Stunden Präsenzzeit
Die Theorieprüfung muss spätestens 18 Monate nach Beginn der Ausbildung angetreten werden.
Sollten Sie ohne jegliche Vorkenntnisse zu uns kommen, sollten Sie bei entsprechend vorhandener Motivation und Lernbereitschaft in etwa 1 Jahr für die gesamte ATPL-Ausbildung einplanen.
Der Fernlehrgang zum Erwerb der Verkehrspilotenlizenz beinhaltet 88 Lehrbriefe in 12 Ordnern und kann jederzeit begonnen werden.
Zunächst schlagen wir vor Sie modular zum Privatpiloten auszubilden, bereits unter Berücksichtigung der Inhalte der anschließenden ATPL-Pilotenausbildung, so daß Sie dessen Lizenz nach absolvierter Prüfung auch ausgehändigt bekommen.
Das hat für Sie den Vorteil, dass Sie einen großen Teil der für die ATPL-Lizenz benötigten Flugstunden, die Voraussetzung für die weitergehende Ausbildung sind, bereits eigenverantwortlich (und damit unter Anderem auch günstiger) durchführen und auch Freunde, Verwandte, etc. bei Ihren Flugvorhaben mitnehmen können.
Nach Absolvierung der erforderlichen Gesamtflugstunden beginnen wir mit Ihnen die Ausbildung zur Instrumentenflugberechtigung, danach die zum Berufspiloten.
Bei der anschließenden eigentlichen ATPL – Flugausbildung im Verfahrenstrainer und im Flugzeug sind Sie dann aber wieder ausschließlich mit einem unserer erfahrenen Fluglehrer unterwegs!
Zur Zeit findet bei uns die preisgünstigste Form der theoretischen ATPL Ausbildung als Kombinationslehrgang mit einem zugelassenen Fernkurs statt, das heißt, dass Sie sich zunächst anhand von uns gelieferter Ordner zu Hause fachbereichsbezogen vorbereiten und wir dieses selbst angeeignete Basiswissen jeweils zum Monatsende in einem 3-4-tägigen Seminar (unter Einbeziehung des Wochenendes) vertiefen und Sie auch auf die theoretische Prüfung bei AUSTRO CONTROL vorbereiten!
DIE PRAKTISCHE AUSBILDUNG
Bei einer durchgehenden Ausbildung zum ATPL wird von einer Flugausbildung von 195 Std. ausgegangen, von denen ein Teil als Instrumentenbodenzeit (d.h. auf unserem zugelassenen Verfahrenübungsgerät FNPT II oder Flugsimulator) absolviert werden kann.
Die durchgehende Ausbildung gliedert sich in 5 Phasen:
- Phase 1: Ausbildung bis zum ersten Alleinflug
- Phase 2: Ausbildung bis zum ersten Allein-Überlandflug
- Phase 3: Ausbildung bis zum Navigationstest nach Sichtflugregeln
- Phase 4: Ausbildung bis zur Flugprüfung CPL/IR
- Phase 5: Ausbildung in Multi-Crew Cooperation (MCC)
Bei der modularen Ausbildung, die in Verbindung mit der Fernschule angeboten wird, reduziert sich die praktische Ausbildung je nach Flugerfahrung und vorhandener Lizenz.
Hier die zwei wichtigsten Varianten:
- ATPL ab PPL-A (mit 80 Std. anrechenbarer Flugerfahrung):
- die praktische Ausbildung verringert sich auf 160 Std. und enthält nur die Phasen 3-5.
- ATPL ab CPL/IR:
- die praktische Ausbildung verringert sich auf 15 Std. und enthält nur die Phase 5.
FINDET BEI UNSEREN DISTANCE-LEARNING-KURSEN (FERNLEHRGANG) DIE AUSBILDUNG AUSSCHLIESSLICH AM COMPUTER STATT?
Die MOTORFLUGUNION KLOSTERNEUBURG setzt bei den Distance Learning-Kursen auf das Konzept des "Blended Learning": Gelernt wird mit schriftlichen Unterlagen, unterstützt durch die E-Learning-Plattform
mit Computer Based Training (CBT) und Musterfragen. Learning Objectives führt die Studierenden durch den Kurs. In regelmässigen Abständen sind Online-Tests zu absolvieren.
Zum "Blended Learning"-Konzept gehört auch Klassenunterricht. Jeweils gegen Ende der Kurse wird ein Presence Learning-Seminar durchgeführt. Der Stoff wird vertieft und eventuell noch bestehende Unsicherheiten werden beseitigt. Vor der Zulassung zur offiziellen Prüfung ist ein interner Test zu bestehen.
In Verbindung mit dem vorgeschriebenen Nahunterricht stellt der ATPL-Fernlehrgang eine offizielle Ausbildung
nach JAR-FCL dar.
DER AUFBAU DES FERNLEHRGANGS
Zunächst ist der ATPL-Fernlehrgang entsprechend JAR-FCL 1 nach Sachgebieten geordnet. Diese Sachgebiete sind thematisch in einzelne LEHRBRIEFE unterteilt.
Der Aufbau eines Lehrbriefs sieht in der Regel folgendermaßen aus:
- Inhaltsübersicht - Arbeitsanweisung - Lernziele - Lehrtext
- Ergänzungen unterschiedlicher Art wie z.B. Auszüge aus Flughandbüchern, Formblätter, Luftfahrtkarten usw.
- Selbstkontrollaufgaben mit Fundstellen und Lösungsschlüssel
- Testaufgaben mit Fundstellen
In Abkürzungsverzeichnissen, die den einzelnen Sachgebieten vorangestellt sind, werden sämtliche Abkürzungen erklärt, die in den Texten verwendet werden.
Die Inhaltsübersichten sind sehr detailliert gehalten, damit Einzelthemen im Lehrbrief problemlos zu finden sind, und sich bereits aus dem Inhaltsverzeichnis der ungefähre Umfang der jeweiligen Themen ableiten lässt.
Jedem Lehrbrief ist nach dem Inhaltsverzeichnis eine Arbeitsanweisung vorangestellt, die die besondere Aufgabe des jeweiligen Lehrbriefs erläutert und ggf. Schwerpunkte aufzeigt.
Dem Inhalt der Lehrbriefe liegen die Lernziele zugrunde, die durch die EAAPS (European Association of Airline Pilot Schools) für die europäische Luftfahrtbehörde erarbeitet wurden. Der Lehrtext wurde in enger Anlehnung an die Lernziele erarbeitet und wird laufend auf neuestem Stand gehalten. Hierbei finden nicht nur etwaige Änderungen der Lernziele Berücksichtigung, sondern auch Weiterentwicklungen in der Luftfahrt sowie Nachträge oder Neuausgaben nationaler oder internationaler Vorschriften, z.B. ICAO-Documents, JARs, AIP, NfL´s usw., sowie Informationen von AUSTRO CONTROL und natürlich auch Rückmeldungen von unseren Schülern aus den theoretischen Prüfungen.
Auszüge aus Flughandbüchern finden Sie z.B. bei der Behandlung von Themen wie Flugplanung, Flugleistung, Masse und Schwerpunkt. Formblätter werden vielfach auch bei den Testlösungen verwendet, um den Arbeitsaufwand zu verringern. Bei den Luftfahrtkarten finden u.a. Approach- und Departure-Charts aus der AIP Verwendung, sowie Jeppesen-Charts.
Zu den meisten Lehrbriefen gehören Selbstkontrollaufgaben mit einem Lösungsschlüssel. Die Selbstkontrollaufgaben geben Ihnen die Möglichkeit, das erworbene Fachwissen zunächst selbständig zu überprüfen. Da die Selbstkontrollaufgaben zu einem großen Teil aus uns bekannten offiziellen Prüfungsfragen bestehen, sollten Sie sich eingehend mit ihnen beschäftigen.
Mit den Testaufgaben überprüft die Fernschule den Wissensstand ihrer Schüler. Die Lösungen der Testaufgaben werden uns per Post, Fax oder Email zur Korrektur eingesandt. Tests, deren Ergebnis unter 70% liegt, müssen wiederholt werden, es sei denn, die Fernschule entscheidet anders.
In den meisten Fällen sind Selbstkontroll- und Testaufgaben mit Fundstellenverweisen versehen, um eventuelles Nachschlagen zu erleichtern. Wir bieten das Distance Learning auf allen Stufen natürlich mit behördlicher Bewilligung an.
Möglicherweise sitzen eines Tages Sie in diesem Cockpit...
WIE SEHEN DIE MEDIZINISCHEN ANFORDERUNGEN FÜR VERKEHRSPILOTEN AUS?
Diese sind in JAR-FCL 3 genau definiert, ein sog. "Class I Medical" ist erforderlich.
Die Erstuntersuchungen "Medical Class I" haben durch ein AMC (Aero Medical Center) zu erfolgen.
WAS KOSTET DIE AUSBILDUNG?
Die Aufstellung von Ausbildungskosten erfolgt unter Annahme der vorgeschriebenen Mindeststunden für die theoretische und praktische Ausbildung.
Die aktuellen Gesamtkosten für den ATPL-Fernlehrgang können Sie unter ATPL-Ausbildungsangebot einsehen oder erfragen Sie bitte telefonisch.
Dabei wird davon ausgegangen, dass der ATPL-Fernlehrgang in einen Zeitraum von 12 Monaten absolviert wird und in 5 Arbeitsabschnitte von je 2 Monaten unterteilt werden kann.
Die anteiligen Kosten für die praktische Ausbildung richten sich nach Ihrem jeweils individuellen Bedarf gemäß unserer Preisliste, welche Sie auf dieser Homepage einsehen können.
Bitte kalkulieren Sie noch zusätzliche Kosten, wie Prüfungs-, AUSTRO CONTROL-Abflug- und Landegebühren auf den verschiedenen Flughäfen, sowie eventuell notwendige zusätzliche Ausbildungsstunden mit ein, die allerdings individuell verschieden und damit schwer zu beziffern sind.
Für die praktische ATPL-Ausbildung gilt das Gleiche wie bei der Privatpilotenlizenz, auch hier richten wir uns selbstverständlich an 7 Tagen der Woche ganz nach Ihren individuellen Wünschen!
ZUSATZSERVICE ODER INDIVIDUALUNTERRICHT
Darüberhinaus bieten wir Ihnen aber auch jederzeit individuelle zusätzliche Unterrichtseinheiten an, falls Ihnen das Selbststudium nicht liegen sollte oder Sie außerordentlich schnell die Ausbildung absolvieren möchten! Mit Hilfe selbst erstellter Prüfungssoftware testen wir ausbildungsbegleitend permanent Ihren aktuellen Wissensstand und unterstützen Sie bei der Behebung eventueller, noch vorhandener Schwachstellen vor dem Gang zur Prüfung bei AUSTRO CONTROL!
AUSBILDUNGSFINANZIERUNG
Hinsichtlich >> Ausbildungsfinanzierungen << halten wir verschiedene
Modelle wie z.B. einen Bildungskredit, für Sie bereit, die wir gerne in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen
erörtern.
>>MOTORFLUG - EXAMINER<< finden Sie unter Lizenzerneuerung
