AEROBATICS - Aerobatics Rating / Kunstflugberechtigung

Flugvorführungen an Flugtagen ohne Kunstflug sind wie eine Suppe ohne Salz. Zehntausende Fans erfreuen sich an atemberaubenden Vorführungen. Kunstflug ist aber nicht nur Show. Kunstflug ist die Königsklasse des Fliegens - und sie ist mit entsprechendem Training erlernbar. Gerade das Luft-Turnen und das Beherrschen der Maschine ist eine Disziplin, die viele Piloten und Pilotinnen mit Hingabe üben. 

Am Anfang der Ausbildung steht vor allem das Beherrschen des Flugzeuges in allen, auch unüblichen Fluglagen. Wer sein Flugzeug aus allen Fluglagen zu retablieren weiß, der wird im Falle eines Falles auch richtig reagieren. Wettkampfkunstflug ist zwar trainingsaufwändig, wird aber immer beliebter. Die Belohnung des fortgeschrittenen Piloten ist die absolute Beherrschung des Flugzeugs.

Warum Fortgeschrittenes Fliegen / Kunstflug lernen?

Advanced Flying bietet nicht nur eine Menge Spaß beim Lernen, sondern es: 

  • es schärft Ihre manuellen Flugfähigkeiten
  • Sie verbessern Ihre Flugkunst; Situationsbewusstsein und Entscheidungsfindung
  • es macht Ihr Fliegen sicherer 
  • es schafft Vertrauen 

Erhöhen Sie die Freude am Fliegen. Unsere Kurse für fortgeschrittenes Fliegen und Kunstflug bieten Ihnen das wertvolle Training, mit dem Sie das Flugzeug noch besser beherrschen und genießen können. Vielleicht sind gerade Sie besonders talentiert und wollen es gerne wissen. Wir trainieren Sie bis zur Wettbewerbsreife! Melden Sie sich doch einfach bei uns, damit wir das Nähere besprechen können. 

Folgende Unterlagen müssen bei Ausbildungsbeginn vorgelegt werden:

  • eine einfache Kopie der derzeitig gültigen Fluglizenz, zumindest PPL(A)
  • gültiges Medical

Empfohlene Voraussetzung zur Teilnahme an der Kunstflugausbildung: 50 Stunden als PIC
Gesetzliches Erfordernis nach FCL.800 Aerobatic Rating: mindestens 40 PIC Flugstunden (für Segelflugzeuge; 120 Starts als PIC) nach Erteilung der entsprechenden Lizenz

  • Teilnahme am Theoriekurs 5 Stunden
  • Praktische Ausbildung 5 Stunden oder 20 Flüge
  • Es gibt keine Verlängerungs- / Erneuerungsanforderungen.

Informationen zur theoretischen Ausbildung:

Kursunterlage: „Das freie Fliegen am absoluten Limit“, Autor und Copyright: G. Z. HOLDOSI

Theorieausbildung

Wir unterrichten Sie in einem Zeitraum von mindestens fünf Stunden zu folgenden Themen:

  • Technische Fächer:
    • Rechtsvorschriften zum Kunstflug; Zulässigkeit , Einverständniserklärungen 
    • Prinzipien der Aerodynamik, um langsamen Flug, Stände und Drehungen einzuschließen;
    • Allgemeine Einschränkungen für Flugzeugzellen und Triebwerke
    • Auswirkungen von grey-and blackouts
       
  • Menschliche Faktoren und Körperbeschränkungen:
    • Räumliche Desorientierung;
    • Luftkrankheit;
    • Körperstress und G-Kräfte: positiv und negativ; - und körperliches Gegenwirken
    • Auswirkungen von grey-and blackouts
       
    Einschränkungen - Flugzeugkategorie und -typ:
    • Fluggeschwindigkeitsbeschränkungen
    • Symmetrische Lastfaktoren
    • Rollendes "G"
       
  • Kunstflugmanöver und deren Beendigung:
    • Eingabeparameter;
    • Planungssysteme und Ablaufsteuerung von Manövern;
    • Rollmanöver;
    • Loop-Manöver;
    • Kombinationsmanöver;
    • Eintritt und Erholung von entwickelten Spins, flach, beschleunigt und invertiert.
  • Notfallmaßnahmen:
    • Erholung von ungewöhnlichen Einstellungen
    • Zu den Übungen gehören die Verwendung von Fallschirmen (falls getragen) und die Aufgabe von Flugzeugen.

sowie

  • Einweisung in das Flughandbuch 
  • Antrag Kunstflugboxen, Kunstflugräume 
  • Flugverkehrsfreigabe für kontrollierten Luftraum (§69)
  • Sauberkeit im Flugzeug, Gefahrenzustände
  • Beenden von unkontrollierten Fluglagen
  • Einweisung in das Rettungssystem
    Haubennotabwurf, Fallschirm und dessen Notwendigkeit, Packbestimmungen für Fallschirme
  • Rettungsmannöver
     
  • Ernährung vor körperlich belastenden Flügen, körperliche Voraussetzungen beim Kunstflug
  • Gefahren durch Medikamente, Alkohol und Drogen
  • Kunstflugfiguren, Aresti-System
  • Sicherheitsmindesthöhe

Bodeneinweisung

Die Bodeneinweisungen beinhalten die eingehende Einweisung mit dem Ausbildungsflugzeug, die Erläuterung der Flug-Übungen (Steuertechnik, Aerodynamik, Besonderheiten der Aufmerksamkeitsverteilung, die Luftraumbeobachtung u.s.w.), die Einschätzung der Wetterbedingungen, die Wiederholung der Sicherheitsvorschriften, den Funkverkehr, den erforderlichen Flugraum (Kunstflugbox) sowie die Einweisung in die Handhabung des Rettungsfallschirms.

Insbesondere trainieren wir Sie vorsorglich auch für den Notfall beim Kunstflug:

  • Das Verlassen des Flugzeuges mit einem Kunstflugfallschirm
  • Richtiges Auslösen des Fallschirms und Verhalten bei der Fallschirm-Landung

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung besteht aus mindestens 5 Flugstunden. Folgende Kunstflugfiguren werden mit unserer FUJI FA200/180 geflogen:

  • slow flights and stalls
  • steep turns
  • side slips
  • engine restart in-flight (if applicable)
  • spins and recovery
  • recovery from spiral dives
  • recovery from unusual attitudes
  • Chandelle
  • Lazy Eight
  • rolls
  • loops
  • inverted flight
  • Hammerhead turn
  • Immelmann
  • Prüfungsvorbereitung (Programmflüge) 

    Hier können Sie einen Schüler bei einem Ausbildungsflug beobachten.

Die ehemals in der ZLPV vorgeschriebene praktische Prüfung zum Erwerb der Kunstflugberechtigung erfolgte am Ende der Ausbildung unbürokratisch durch einen unserer EASA - lizenzierten Examiner.

Nach ZLPV § 22 (3) sind diese Figuren in zwei Prüfungsflügen vorzuführen, die vom Abflug bis zur Landung nicht länger als je 15 Minuten dauern dürfen.
Vor Beginn der Prüfungsflüge hat der Bewerber dem Prüfer (§ 13 Abs. 3) ein schriftliches Programm der Prüfungsflüge auszuhändigen. Jede Abweichung von diesem Programm macht den betreffenden Flug ungültig. Jeder Flug ist mit einem Gleitflug aus mindestens 300 m Höhe über Platz und einer Ziellandung abzuschließen. Dabei ist ein Seitengleitflug nach links und ein Seitengleitflug nach rechts auszuführen.

Prüfungsprogramm gemäß ZLPV2006 § 22 1. Flug, 2. Flug 
Abschnitt 1 – Flugplanung / Flugvorbereitung 

a) Flugvorbereitung einschließlich Dokumentation und Flugwetterberatung 
b) Prüfungsprogramm in Aresti – Symbolik 
b) Berechnung von Masse, Schwerpunktlage und Flugleistung 
c) Vorflugkontrolle des Flugzeuges insbesondere im Hinblick auf Kunstflug (Fallschirme, Notausstieg, Cockpit, Steuerung, ...) 
 
Abschnitt 2 – Anflug und Landeverfahren 

a) Landeanflug ohne Motorhilfe 
b) Seitengleitflug 
c) Aufsetzen und Durchstarten 

Abschnitt 3 - Kunstflug 

Das Prüfungsprogramm ist in 2 Durchgängen, je einmal links und einmal rechts zu absolvieren. Es müssen mindestens die angeführten Übungen (a-e) darin enthalten sein. 
Die Übungen (e) und (f) können entweder vor Beginn des Programms bzw. im Anschluss daran erfolgen. 
 
Beispielprogramm: 
a) 2 Überschläge aus der Horizontalfluglage nach oben (Loop) 
b) 2 halbe Überschläge nach oben mit anschließender halber Rolle nach rechts und nach links (Aufschwung / Immelmann) 
    2 hochgezogene Kehrtkurven nach links und nach rechts (Turn / Hammerhead) 
c) 2 Rollen nach links und nach rechts 
d) 2 halbe Rollen nach links und nach rechts in einem Steigflug von ungefähr 45 Grad mit anschließendem Abschwung (Abschwung / Reverse Cuban Eight) 
e) Trudeln mit mindestens drei Umdrehungen nach links und nach rechts – kann auch unmittelbar vor oder im Anschluss an das geflogene Programm erfolgen. 
 f) Ein Rückenflug von wenigstens 15 Sekunden Dauer, wenn ein geeignetes Flugzeug vorhanden ist


Upset Prevention and Recovery Training  
gegen „Loss of Control in Flight“ für Berufspiloten finden Sie hier


Kunstflug-Schnupperflug mit den RED EAGLES 

Wir veranstalten gerne mit Ihnen auch einen Kunstflug-Schnupperflug - also für Interessierte, die schon immer wissen wollten, was Sache ist. Sie werden begeistert sein.


Bei dringenden Rückfragen stehen wir Ihnen gerne via Kontaktformular oder telefonisch zur Verfügung.