PIPER PA 23-160 G - GERONIMO >> D-GGGG



   
 


  • Geschichte

der PA 23-160 G APACHE "Super Costum" mit Geronimo-Upgrade

Mit der PA-23 "Apache" hatte Piper Anfang 1954 zum ersten Mal eine Zweimot mit vier Sitzen auf den Markt gebracht, die der Auftakt zu einer langen Reihe von Reiseflugzeugen werden sollte. Das Modell hatte im März 1952 seinen Erstflug, und wurde 30 Jahre lang produziert, bevor die Produktion 1982 eingestellt wurde. 

Die Pläne für eine komfortable zweimotorige Reisemaschine hat Piper 1948 aus dem Nachlass von Stinson übernommen. Das zweimotorige Flugzeug verfügt über einen Verstellpropeller und bietet Platz für 5 Personen. Die "Apache" war Pipers erstes zweimotoriges Reiseflugzeug. Mitte der 50er Jahre wurden die ersten Modelle gebaut, die sich bis in die heutige Zeit gehalten haben und noch geflogen werden. 

Damals wusste man natürlich noch nicht, dass dieses Modell zu einem der bekanntesten zweimotorigen Charterflugzeuge werden sollte und es immer noch ist. Mit diesem Flugzeug verließ Piper seine alte Tradition mit dem Modell "Cub", das im wesentlichen aus Stoff und Holz bestand und produzierte stattdessen das moderne Ganzmetallflugzeug. 

Die "Apache" flog zunächst im Pendler- und Charterservice im östlichen Teil der Vereinigten Staaten. Als Piper im Jahre 1948 die Pläne der Stinson-Abteilung der Vultee-Aircraft-Corporation kaufte, war eines der vorgeschlagenen Designs das "Twin Stinson", das eine Änderung des populären Modells Stinson "108" sein sollte. 1952 entschied Piper, die "Twin Stinson" als leichtes, von zwei Motoren angetriebenes Executive-Flugzeug zu bauen. 

Der Prototyp, damals noch experimentell, war das Modell 23-1, es diente als Vorbild für einen viersitzigen Tiefdecker aus Stahl, einem Flugzeug mit einem festen (nicht einziehbaren) Dreibeinfahrwerk und ein Rumpf, der am Ende in zwei Teile aufgeteilt wurde. Er wurde durch zwei 125 PS starke Lycoming O-290D-Motoren angetrieben. 

Die Flugerprobungen im Jahre 1952 zeigten, dass das Flugzeug mit seinen 2 x 125 PS (im Verhältnis zu seinem Gewicht) untermotorisiert war und einige Steuerungsprobleme sowie Probleme durch Vibrationen und Erschütterungen hatte. Die Lösung dieser Schwierigkeiten wurde durch eine komplette Neukonstruktion des Flugzeuges gefunden, einschließlich der Ganzmetallbauweise, der Heckflosse mit dem Seitenruder und des einziehbaren Fahrgestells. Außerdem wurden in diesem neuen Modell 150 PS starke Lycoming 0-320-A Motoren mit Constant-Speed-Propeller (Verstellpropeller) eingebaut. 

Als diese Arbeiten im Juli 1953 beendet waren, wurde das Flugzeug umbenannt, es bekam dann seinen eigentlichen Namen "PA-23-Apache" und war das erste der "Indianer" von Piper, denn das war die Zeit, als Piper anfing, seine verschiedenen Flugzeuge nach Indianerstämmen zu benennen...

Die erste Modelle der PA-23-4 Apache wurden Anfang 1954 geliefert. Sehr zur Überraschung vieler Leute, die den Erfolg dieses Modells anzweifelten und das Projekt eher skeptisch sahen, begannen die Verkaufszahlen zu steigen und Piper hatte Schwierigkeiten, eine ausreichende Produktionskapazität für diese Aufträge bereitzustellen. Die Apachen gab es in drei Versionen, "Standard", "Custom", und "Super Custom", und bis 1958 wurden schließlich 2.204 Stk. Apachen produziert. Davon 1.231Stk. Apache 150, 816 Stk. Apache 160 und 119 Stk. Apache 235. 

Es gab auch militärische Versionen von diesem vielseitigen Flugzeug, sie wurden intern als "U-11" bezeichnet. Abschließend baute Piper noch eine Version mit turbogeladenen Motoren.


Da die Maschinen offensichtlich wegen ihrer leichten Handhabung sowie kostengünstigen Betriebsstruktur sehr beliebt sind und interessanterweise weltweit nach wie vor in großer Stückzahl betrieben werden, wurde von DIAMOND AIRE US die Weiterentwicklung der Apache betrieben. Die fortentwickelte Type heißt somit

  • GERONIMO-Upgrade

Was optimiert wurde sind vor allem Verkleidungen und Verkleidungsteile, aber auch die völlige Neugestaltung von Teilen, wie:

  • WINGTIPS und zusätzliche WINGTIPTANKS

... die eine verbesserte Seitenstabilität, verbesserte Stalleigenschaften und besseres Aussehen bewirken. Die Neugestaltung beschleunigt lt. Werk das Flugzeug um ungefähr vier MPH, verkürzt die Startrollstrecke und senkt die Stallgeschwindigkeit. Die Flügelüberspannung wird um 22 Zoll (= 55,88 cm) verringert.
Der Einbau von METCO-Wingtiptanks ergibt eine Zunahme von 48 Gallonen Kraftstoffkapazität. Somit erhöht sich der Gesamt-Tankinhalt auf ca. 540 Liter.

  • TRIEBWERKSVERKLEIDUNGEN - COWLINGS

Die in den niedrigeren leistungsfähiger designeten Fiberglas-Triebwerksverkleidungen enthaltenen Hauptverbesserungen sind vor allem in Richtung auf ein verbessertes Motoren-Kühlsystem, neue Vergaserluftführung und Ölkühler und die bessere Zugänglichkeit zur Maschine konzipiert. 
Durch das neue aerodynamisch bessere Design erhöht sich laut Werksangaben die Fluggeschwindigkeit um ungefähr fünf MPH.

Camlock-Riegel-Befestiger reduzieren die Demonagezeit der Triebwerksverkleidungen von beiden Maschinen von ursprünglich ca. 1,5 Stunden auf weniger als zehn Minuten, um Standzeit- und Service-Anforderungen deutlich zu verringern
 

  • TRIEBWERKSGONDEL- U. FLÜGELWURZEL-VERKLEIDUNGEN

Verbesserte Luftstromführung für verringerten Widerstand ergeben eine geringfügige Zunahme der Fluggeschwindigkeit und ein erhöhtes Aussehen.

  • SPEED KIT

Die neuen (Flap gap seal) Speed-Kits im Landeklappenbereich erhöhen die Steigrate sowie die Reisegeschwindigkeit, besonders bei schwerer Beladung oder in größeren Höhen.

  • DOPPELBREMSANLAGE

Wichtig für den Schulbetrieb, bekommt doch der Fluglehrer die Möglichkeit bei Brems- und Rollmanövern eingreifen zu können.

  • AUFLASTUNG / GEWICHTSERHÖHUNG DES MTOW

Eine computerunterstützte Technikstudie kulminiert in einer STC, die das maximale Bruttogewicht der PA23 (150 HP Apache) Geronimo von 3684 Pfund bis 4000 Pfund erhöht.

Die vorgenannten GERONIMO-Upgrades wurden allesamt für unsere D-GGGG angekauft und eingebaut. 
Die Gewichtserhöhung des MTOW wurde nicht geordert, es ist jedoch beruhigend zu wissen, dass das Flugzeug strukturbedingt mehr Belastung aushält, als ursprünglich vorgesehen.


  • Technische Daten

HINWEIS: Die Daten wurden dem aktuellen Flughandbuch entnommen. Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass Fehler bei der Übertragung möglich sind und daher für diese Angaben keine Haftung übernommen werden kann. Änderungen auf GERONIMO Conversion sind hier nicht berücksichtigt!

Hersteller Piper Aircraft Corporation 
Konstrukteur Stinson/Piper
Land Lock Haven/USA
Baujahr 1959
Modellbezeichnung PA 23-160 G Apache "Super Custom"
Werknummer 23-1579
Erstflug Type 1952
Kennzeichen D-GGGG
Kraftstoff AVGAS 100LL
Bauweise Glanzmetall Kabinendecker, Einziehfahrwerk
Schalldämpfer Orig. Piper Schallschutzrohre 72,0 dB(A)
Zusatztank 2 Long Range Tanks
Zusätzliche Ausrüstung und Instrumentierung GPS GARMIN GNS 430, Autopilot S-TEC-50, GPS-Flugmanagementsystem (GPSS Steering Converter), ILS, VOR, RMI (VOR + ADF), XPDR, DME, KING-Aufschaltanlage, 5-fach Intercom, 2. Horizont, 2. Lichtmaschine, Strobes, OAT, 2. Höhenmesser, 2. Vakumpumpe, 2. Fahrtmesser, 2-faches EGT, 2-facher CHT, Stormscope
Sitzplätze 5
Spannweite 11,28 m
Rumpflänge 8,27 m
Höhe X
Flügelfläche X
Profil X
Streckung X
Leergewicht X
Max Zuladung X
Max. Abflugmasse 1725 kg
Max. Flächenbelastung X
Min. Fluggeschwindigkeit (Stalling speed) Single engine 72 mph, Gear and Flaps up 62 mph, Gear and Flaps down 56 mph
Max. Fluggeschwindigkeit (smooth air)> Red line, Vorsichtsbereich Yellowline                                            327 km/h (180 kt), 187 bis 227 mph, 
Flaps extended 56 bis 100 mph           
Reisegeschwindigkeit> Green arc 252 km/h (140 kt)
Motor 2x Lycoming O-320-B
Motorleistung 2x 160 PS (119 kW) 2000 rpm
Propeller 2x Hartzell HC 82VL-2C/V7636D-4 d= 1,83 m constant speed, full feathering 
Reichweite 2.027 km
Dienstgipfelhöhe 6.431 m
Überziehgeschwindigkeit X
Geringstes Sinken X
Max. Manövergeschwindigkeit X
Beste Gleitzahl X

Begriffserklärungen

  • Spannweite: Entfernung zwischen den Tragflügelenden.
  • Flügelfläche: Gesamtfläche der Tragflächen.
  • Profil: Form des Querschnittes eines Tragflügels.
  • Streckung: Verhältnis zwischen der Spannweite und der mittleren Tragflügeltiefe.
  • Tragflügeltiefe: Entfernung zwischen dem vorderen (Nasenleiste) und dem hinteren (Endleiste) Ende des Tragflügels.
  • Rüstmasse: Leergewicht des Flugzeuges incl. Batterie, Instrumente und fest eingebaute Trimmgewichte.
  • Maximale Abflugmasse: Maximales Gewicht des Flugzeuges incl. Gewicht des Piloten, des Fallschirmes und evtl. Gepäck.
  • Maximale Flächenbelastung: Masse, die die Tragflächen pro Quadratmeter tragen dürfen.
  • Maximale Fluggeschwindigkeit: Höchste, bei ruhiger Luft, zulässige Geschwindigkeit (Roter Strich auf dem Fahrtenmesser).
  • Fahrtenmesser: Geschwindigkeitsmesser.
  • Überziehgeschwindigkeit: Kleinste Geschwindigkeit bei der das Flugzeug gerade noch flugfähig ist.
  • Geringstes Sinken: Kleinste vertikale Geschwindigkeit mit der sich das Flugzeug dem Boden im Geradeausflug nähert.
  • Maximale Manövergeschwindigkeit: Größte Geschwindigkeit bei der noch volle Ruderausschläge zulässig sind.
  • Beste Gleitzahl: Verhältnis zwischen der in einem Zeitraum zurückgelegten horizontalen und vertikalen Strecke. 
    Beispiel: 27 heißt, dass das Flugzeug je Höhenmeter 27 Streckenmeter schafft.